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Berufsorientierung als tragende Säule

Die Berufsorientierung ist eine wesentliche Säule im System der Neuen Mittelschule.

An der NMS Westendorf wurde schon vor etlichen Jahren – im Rahmen des Schulversuchs „Modellschule Tirol“ – mit einem eigenständigen Plan begonnen, der sich im Laufe der Jahre zu einem sehr effektiven und umfassenden Konzept entwickelt hat.

Schon in den ersten beiden Jahren versuchen die Kinder im „Sozialen Lernen“ ihre Stärken zu ermitteln und sich selbst gut einschätzen zu können. In der dritten Klasse steht eine wöchentliche BO-Stunde auf dem Programm, in der möglichst umfassend über die verschiedenen Berufsfelder informiert wird. Schließlich werden die Schüler in der vierten Klasse in Gruppen eingeteilt, die ihren Neigungen und Berufswünschen entgegenkommen. Nun stehen Betriebsbesuche, Informationen über weiterführende Schulen und Bewerbungstrainings an.

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Damit das Ganze möglichst wirkungsvoll ist, suchen wir die Zusammenarbeit mit weiterführenden Schulen und den heimischen Betrieben.

So ist es möglich, alljährlich für die Schüler (und Eltern) der dritten und vierten Klassen einen Informationsabend anzubieten, bei dem sich Schulen präsentieren, für die die Kinder vielleicht Interesse haben. Heuer waren es zehn Schulen, die sich an diesem Abend vorstellten. Dass dieses Angebot von Schülern und Eltern sehr geschätzt wird, freut uns sehr. Wir fassen es als Auszeichnung auf, dass auch Eltern von Kindern, die woanders zur Schule gehen, anfragen, ob sie dabei sein dürfen. Dieser Abend fand nun am 15. November in unserer vollbesetzten Aula statt. Wir hoffen, dass wir einigen Schülern eine Entscheidungshilfe bieten konnten.

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Es ist aber beileibe nicht unser Ziel, alle Schüler für höhere Schulen zu begeistern – im Gegenteil: Auch die heimische Wirtschaft braucht gute Lehrlinge und Arbeitsplätze in der Region sind ganz wesentlich für unsere Zukunft. Deshalb gestalten wir in Zusammenarbeit mit den örtlichen Betrieben alle zwei Jahre eine zweitägige Berufsmesse im Haus. Der eine oder andere Schüler hat bei dieser Gelegenheit schon eine neue Idee bekommen, was er vielleicht werden könnte.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die diese Art von BO-Unterricht möglich machen, bei den heimischen Betrieben, die uns unterstützen, ganz besonders aber bei den BO-Lehrerinnen, die dieses Konzept mit sehr viel Leben füllen.

Albert Sieberer, Schulleiter